Dressur

Die Reit-Künstler

Wenn Pferd und Reiter scheinbar zu einem Lebewesen verschmelzen und sich wie ein eingespieltes Tanzpaar im Gleichklang über das Viereck bewegen – dann ist das höchste Ziel des Dressurreitens erreicht: Reitsport wird zu Reitkunst.
Ziel jeder reiterlichen Ausbildung ist die Harmonie von Reiter und Pferd. Dressurreiten ist mehr als das Absolvieren und Präsentieren von Lektionen und Figuren. Diese Übungen zielen darauf, das Pferd gymnastisch auszubilden und es zu erziehen. Mit Hilfe der Dressur erreicht der Reiter, dass sein Pferd gehorsam auf seine sensibel eingesetzten Gewichts-, Schenkel- und Zügelhilfen reagiert. Ein gut gerittenes Pferd ist die beste Voraussetzung für Sicherheit im Pferdesport. Dressurreiten erhöht zudem die Leistungsfähigkeit des Pferdes. Im besten Sinne dient es der Gesunderhaltung des Pferdes, denn durch das Training werden die Kräfte des Pferdes gestärkt und seine Glieder gelenkig gemacht.
Sportlich gesehen erlangen die Dressurprüfungen im Sinne von Rittigkeitsaufgaben erstmals um 1900 internationale Bedeutung. Seit 1912 ist die Dressur olympisch, die ersten Weltmeisterschaften wurden 1966 in Bern ausgetragen.

Gleichgültig auf welche anderen reitsportlichen Disziplinen man sich spezialisiert, ohne Dressur geht es nicht. Sie ist Voraussetzung für alle pferdesportlichen Aktivitäten: Vom Wanderreiter, der im ausbalancierten Sitz auf seinem Pferd bergauf und bergab reitet bis zum Springreiter, der die Wendungen und Distanzaufgaben zwischen den Hindernissen nur mit dressurmäßig gut gerittenen und gymnastizierten Pferden schafft.

Quelle: FN – Deutsche Reiterliche Vereinigung

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